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Unterschreibe jetzt das Referendum. Die dazu benötigten 50’000 Unterschriften müssen bis Ende Juni zusammenkommen. Vielen Dank für deinen Einsatz. Jede einzelne Unterschrift zählt!

Aktuell fehlen noch einige tausend Unterschriften für ein erfolgreiches Referendum gegen das Überwachungsgesetz BÜPF. Helfe mit beim Schlussspurt! Gemeinsam schaffen wir es. Wir sammeln bis Ende Juni.

Ein Argumentarium sowie hilfreiche Tipps und Tricks erleichtern das Sammeln:

Mit Hilfe der Übersichtsseite für Sammler kann gemeinsames Sammeln koordiniert werden.
 


«Keine Angst, wir haben den Täter!» – Der Film zum Überwachungsgesetz BÜPF


Um netzpolitisch auf dem Laufenden zu bleiben, haben wir einen Newsletter eingerichtet. Dieser informiert monatlich und übersichtlich zu den wichtigsten Themen.


5 Gründe gegen den Ausbau der Überwachung durch das BÜPF

Die wichtigsten Gründe, die gegen das totalrevidierte «Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs» sprechen:

Irreführend: Anders als behauptet, wird mit dem Gesetz die Überwachung stark ausgeweitet. Bis anhin wurde bei den Providern (an den Internet- und Mobilfunk-Zugängen) angesetzt. Nun sollen zusätzlich auch die Computer und Smartphones der Benutzer mit Hilfe von Staatstrojanern überwacht werden. Und auf der anderen Seite der Kommunikation sollen ebenfalls die Diensteanbieter die Verbindungen mit aufzeichnen. Hierzu wird der Geltungsbereich stark ausgeweitet – selbst Privatpersonen und Vereine, müssen neu Zugang zu ihrem WLAN, Mailserver etc. gewähren.

Nicht zielführend: Viele populäre Anbieter, wie GMX oder WhatsApp, haben jedoch weder Geschäftssitz noch Infrastruktur in der Schweiz. Sie können deshalb nach wie vor nicht vom Gesetz erfasst werden. Die Ausweitung des Geltungsbereichs auf alle inländischen Personen und Firmen ist daher weder sinnvoll noch angemessen.

Unverhältnismässig: In der Schweiz sind bereits heute die Anbieterinnen von Post- und Telefondiensten sowie Internetzugängen verpflichtet, das Kommunikationsverhalten ihrer KundInnen – wer, wann, wo und mit wem kommuniziert – für sechs Monate aufzuzeichnen. Obwohl Studien nahelegen, dass diese präventive und anlasslose Vorratsdatenspeicherung nicht geeignet ist, die Aufklärungsquote zu erhöhen, soll die Speicherpflicht nun auf alle grösseren Anbieterinnen von Internetdiensten ausgeweitet werden. Diese heiklen Daten dürfen sogar im Ausland gespeichert werden.

Gefährlich: Mit dem Einsatz von GovWare/Trojanern soll es den Behörden erlaubt werden, in fremde Computer einzudringen und Überwachungssoftware zu installieren. Dies beeinträchtigt die Sicherheit des Systems und stellt die Integrität der Beweise infrage. Das Gesetz erlaubt den Einsatz von Spionagesoftware zudem bereits bei relativ geringen Delikten wie Diebstahl und schwerer Sachbeschädigung. Risiken und Nutzen beim Einsatz von solcher Spionagesoftware stehen in keinem Verhältnis.

Unnötig: Auch ohne GovWare/Trojaner ist es möglich, verschlüsselte Kommunikation abzuhören: Skype und andere Anbieter von Telefondiensten und Chatsoftware arbeiten auf Gerichtsbeschluss mit den Behörden zusammen. Anstatt auf gefährliche Staatstrojaner zu setzen, gilt es den (internationalen) Rechtsweg zu beschreiten.

Deshalb sagen wir: Nein zum Ausbau der Überwachung – und Nein zum BÜPF!